Die Kognitionswissenschaft mit ihrer heute mehr als dreißigjährigen Tradition verfolgt das Ziel die geistigen Leistungen des Menschen und anderer Organismen zu begreifen und in technischen Systemen nachzubilden. Dazu verwendet die Kognitionswissenschaft verhaltenswissenschaftliche Verfahren (insbesondere der Kognitionspsychologie), Methoden der Hirnforschung (insbesondere bildgebende Verfahren) und Techniken der Informatik (insbesondere der Künstlichen Intelligenz und Neuroinformatik). Hinzu kommen Verfahren der Sprachwissenschaften (insbesondere der kognitiven Linguistik) und der Philosophie des Geistes. Verbunden werden alle kognitionswissenschaftlichen Arbeiten durch die Grundannahme, dass geistige Prozesse als Berechnungsvorgänge zu betrachten sind. Sie können durch die Nervenzellen des Gehirns oder die Hardware eines Computers ausgeführt werden. Zu der disziplinübergreifenden Grundlagenforschung kommt zunehmend auch die konkrete Anwendung kognitionswissenschaftlicher Resultate in intelligenten technischen Systemen.

Die Gesellschaft für Kognitionswissenschaft e.V. (GK) wurde 1994 gegründet, um den wissenschaftlichen Fortschritt in der Kognitionsforschung zu unterstützen und für die wachsenden Beziehungen zwischen den beteiligten Disziplinen einen übergreifenden organisatorischen Rahmen zu schaffen. In diesem Rahmen können die Synergien zwischen den verschiedenen Forschungsansätzen effektiv gefördert werden. Die GK will dabei den Fortschritt der Kognitionswissenschaft in umfassender Weise von der universitären Lehre über Forschungsprojekte bis hin zur Identifikation ihres praktischen Nutzens und der damit verbundenen Berufsperspektiven fördern.
(Vereinsregister Göttingen 2273)


";