PhD position in the Social Cognition Group (Kai Vogeley) at the University Hospital Cologne on “Encoding and Decoding of prosodic prominence in natural communication”

In der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln ist in der AG „Soziale Kognition“ an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie eine Teilzeit-Stelle (65%, 25,89 Wochenstunden) als Doktorandin / Doktorand (w/m/d) im Sonderforschungsbereich 1252 „Prominence in Language“, Teilprojekt A02 „ Individualspezifisches Verhalten bei der En- und Dekodierung prosodischer Prominenz “ zu besetzen. Die Stelle ist vom 01.04.2021 bis zum 31.12.2024 befristet. Die Vergütung richtet sich nach Entgeltgruppe 13 TV-L (Link: https://jobs-uk-koeln.de/index.php?ac=jobad&id=2026).

Der Sonderforschungsbereich „Prominence in Language“ ist mit 20 Teilprojekten in den Sprachwissenschaften vertreten und zeichnet sich durch ein äußerst dynamisches Forschungsumfeld aus. Diese Ausschreibung gilt für das Teilprojekt A02 „ Individualspezifisches Verhalten bei der En- und Dekodierung prosodischer Prominenz “ unter der Leitung von Martine Grice und Kai Vogeley.

Es gibt eine beträchtliche Varianz in der Art und Weise, wie prosodisch prominente Einheiten von einzelnen Sprechern kodiert und von einzelnen Zuhörern dekodiert werden und wie Zuhörer auch vorhandene visuelle Hinweise nutzen. Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) haben zum Beispiel eine reduzierte Empfindlichkeit gegenüber sozialen Hinweisreizen, sowohl im Bereich der Sprache (Prosodie) als auch bei nonverbaler Kommunikation (Blickverhalten). Darüber hinaus unterscheiden sich Gesprächspartner darin, wie sie Audio- oder visuelle Hinweisen priorisieren, wenn beide verfügbar sind. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Natur dieser Hinweise in ihrer Relevanz für die Prominenz besser zu verstehen, indem die psychologischen Prozesse und die neurobiologischen Mechanismen untersucht werden. Eine weitere wichtige Quelle für Variabilität kann darüber hinaus auch im Versuchsaufbaus  liegen (natürliche Sprachsituation, Laborsituation). Es sollen hier vorrangig ökologisch valide Sprachsituationen in spontanen dyadischen Begegnungen untersucht werden. Dazu wird eine Infrastruktur für Datenerfassung, Annotation, Extraktion, Visualisierung und Interpretation entwickelt, die für die quantitative Analyse von Prosodie in natürlichen Sprachsituationen erforderlich ist.

Für mehr Informationen siehe https://sfb1252.uni-koeln.de

Aufgabengebiete:
Sie werden im Rahmen des DFG-geförderten Projektes „Individual behaviour in encoding and decoding prosodic prominence“ im SFB 1252 „Prominence in Language“ in der Forschungsgruppe „Soziale Kognition“ tätig. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Produktion von Prosodie in natürlichen Sprachsituationen unter Einbeziehung subjektiver, behavioraler, physiologischer und neurowissenschaftlicher Messmethoden.

Geplante Studien umfassen Untersuchungen zur Variabilität der prosodischen Prominenz und visuellen Salienz und ihrer Interaktion sowohl bei gesunden Versuchspersonen als auch bei Personen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Diese Untersuchungen sollen sowohl behavioral als auch unter Einbeziehung von physiologischen (Eyetracking) und neurobiologischen Parametern (funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie, fMRT) durchgeführt werden. Dabei werden sowohl künstliche, kontrollierbare soziale Situationen mit virtuellen Charakteren als auch natürliche Sprachsituationen miteinander verglichen. Ihre Aufgaben umfassen die Entwicklung und Weiterführung von behavioral, physiologisch und neurowissenschaftlich messbaren Zugängen zur Wahrnehmung und Produktion von Prosodie in ökologisch validen, natürlichen Sprachsituationen. Gemeinsam mit den PIs des Projekts, Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Köln) und Prof. Dr. Martine Grice (Phonetik, Institut für Linguistik, Universität zu Köln) und mit den Partnern des SFB 1252  Prominence in Language“ werden Sie in Datenerhebung, Datenauswertung und Erstellung der Publikationen eingebunden. Wir erwarten besonderes Engagement in der Betreuung von Studenten.

Profil:
• überdurchschnittlicher Studienabschluss im Bereich Psychologie, Kognitionswissenschaften oder Neurowissenschaften, Linguistik, Phonetik oder einem verwandten Bereich
• Erfahrungen in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:
i) experimentalpsychologische Erfassung von non- oder paraverbaler Kommunikation unter besonderer Berücksichtigung von Prosodie;
ii) Programmierung und Auswertung von Experimenten (basierend auf Python, R, MATLAB, SPM, etc.);
iii) Neuroimaging (MRT) bzw. Neurophysiologie (EEG, MEG);
iv) Untersuchung von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen (Autismus)
• Interesse an der Kombination von Grundlagenforschung und translationaler Forschung an Patienten mit psychischen Erkrankungen
• sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift
• hohe soziale Kompetenz und Organisationstalent
• hohe Motivation

Einstellungsvoraussetzung:
– Abgeschlossenes wissenschaftliches HochschulstudiumBewerbungen Schwerbehinderter sind erwünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Frauen werden ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Senden Sie zu den üblichen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse inkl. Noten) bitte Ihre Masterarbeit oder, sollte sie noch nicht abgeschlossen sein, möglichst zwei bis drei vorläufige Kapitel der Masterarbeit sowie zwei repräsentative Hausarbeiten mit. Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung kein Foto bei.

Senden Sie die Unterlagen bitte als ein PDF-Dokument bis zum 31.01.2021 per E-Mail an: application-sfb1252@uni-koeln.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley (kai.vogeley@uk-koeln.de)
Prof. Dr. Martine Grice (martine.grice@uni-koeln.de)

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